Auftragsklärung

Wir klären Ziel, Grenzen, Vertraulichkeit und Zuständigkeiten – bezogen auf Familienunternehmen, Erbengemeinschaft, Gesellschafterkreis und Geschäftsführung. Grundlage: Governance-Rahmen (Familienverfassung, Gesellschaftsvertrag) und reale Entscheidungsfelder (Nachfolge, Stimmrechte, Ausschüttung, Abfindung).

Interviews aller anwesenden Geschwister

Jeder kommt geordnet zu Wort – ohne Unterbrechung. Wir erfassen Erwartungen, Erbquote, Rolle im Betrieb, Einfluss im Gesellschafterkreis, Erfahrungen mit Beirat/Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung.

Anamnese des biologischen familiären Hintergrundes

Fakten statt Legenden: Geschwisterreihe, Bindungen an Vater/Mutter, Übergaben, Schenkungen, Erbfolge. Relevante Dokumente: Testament, Erbvertrag, Nachlassverzeichnis, Testamentsvollstreckung.

Analyse der systemischen Zusammenhänge

Wir betrachten Konfliktdynamik, Loyalitäten, implizite Aufträge und Triangulation. Schnittstellen: Familie – Eigentum – Unternehmen; Sachebene vs. Beziehungsebene; Einfluss von Schwiegerkindern/Partnern.

Identifizierung von Sprachmustern

Triggerwörter, Rechtfertigungsschleifen, Deutungen. Wir wechseln zu verbindender Sprache: Auftrag, Beobachtung, Wirkung, Bitte – für Beschlussreife in Gremien.

Gemeinsame Wir-Erzählung

Was verband/verbindet uns? Explizite und implizite Familienregeln und Familiengesetze, Unternehmerische Mission, Eigentümerwerte, Verantwortung für Mitarbeiter, Marke und Substanz. Ergebnis: tragfähige Narrative statt Schuldzuschreibungen.

Ego-Stories

Eigene Sicht klar und frei von Anklage benennen: Anerkennung, Leistung, Enttäuschung. Abgleich mit Rollen: operativ, Gesellschafter, Beirat. Ziel: Respekt vor unterschiedlichen Perspektiven.

Zielbild & Abschlusskriterien

Konkrete Outcomes: beschlussfähige Agenda, Einigung über Auszahlungs- oder Abfindungslogik, Cadence für Familienrat/Beirat, klare Fristen für Bewertungs- und Notartermine.

Salutogenese-Fokus

Was funktioniert bereits? Gesprächsordnung, vorhandene KPI/Reporting, funktionierende Stimmrechtslogik. Davon machen wir mehr – für Momentum im Nachfolgeprozess.

Schattenbild der Dynamik

Kurzaufstellung ohne Inhalte: Nähe-Distanz, Macht-Ausgleich, Rückzug-Angriff. Sichtbar wird das Muster, das Erbauseinandersetzung, Stimmrechte und Unternehmensanteile heimlich steuert.

Lastenturm je Person

Was trage ich aktuell (Zeit, Recht, Gesundheit, Wirtschaft, Opportunität)? MVCC – Minimum Viable Cost of Conflict – macht Kosten und Prioritäten sichtbar.

Loyalitätslandkarte & Rollenabgleich

Loyalität zur Familie, zum Unternehmen, zur eigenen Biografie. Abgleich mit Rolle: Geschäftsführung, Gesellschafter, Mitarbeiter. Ergebnis: klare Zugehörigkeiten und Grenzen.

Double-Bind-Check

Paradoxe Aufträge entlarven („sei unabhängig, aber stimme immer zu“). Wir ersetzen Widerspruch durch regelbasierte Governance: Vetorecht, Sperrminorität, Zustimmungsbedarf.

Ressourceninventur & Selbstbriefings

Kompetenzen, Verbündete, Tools. Kurze Selbstbriefings für schwierige Gespräche: Vorbereitung auf Gesellschafterversammlung, Notartermin, Bewertungsverhandlung.

20/80-Priorisierung

Wenige Schritte mit hoher Hebelwirkung: Bewertungsauftrag, Terminschiene, Protokollstandard, Kommunikationsregeln (One-Voice-Prinzip, No-Back-Channel).

Schutz & Abgrenzung

Innere Schutzbilder und äußere Regeln: Informationsordnung, Protokollpflicht, Eskalationsstufen. Ziel: weniger Parallelgespräche, mehr Beschlussklarheit.

Mikrovereinbarungen „Nur für heute“

Kleine, überprüfbare Zusagen: Agenda-Disziplin, Redezeit, Umgang mit Unterbrechungen, Termin-Treue. Das senkt Temperatur und erhöht Tempo.

Skalierung 0–10 & Review-Termin

Heute-Score festhalten, Sollpunkt definieren, Review in 7–14 Tagen. Kennzahlen: Durchlaufzeit bis Beschluss, Zahl offener Punkte, MVCC-Trend.

Positionswechsel

Physisch Plätze tauschen, mental Perspektive wechseln. Wirkung: mehr Empathie, weniger Recht haben – Voraussetzung für Einigung über Anteile, Auszahlung, Stimmrechte.

Beratung anfragen

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