Erbauseinandersetzung & Unternehmensanteile – fair regeln, ohne Eskalation

In Unternehmerfamilien treffen Erbauseinandersetzung und Unternehmenswirklichkeit aufeinander: Miterben, Geschäftsanteile, Gesellschaftsvertrag und Erwartungen an Gerechtigkeit. Ich schaffe emotionale Sicherheit und eine klare Gesprächsordnung, damit Entscheidungen zu Anteilen, Auszahlung und Mitwirkung tragfähig werden.

Worum es geht: Gerechtigkeit vor Zahlendebatte

Bevor Geschäftsanteile verteilt, Gesellschaftsverträge angepasst oder Teilungspläne geschrieben werden, entscheidet die Konfliktdynamik zwischen den Geschwistern. Miterben bringen Rollenbilder, Loyalitäten und alte Zuschreibungen mit. Grundregel: Alle Gefühle sind richtig und bekommen Raum – erst dann greifen Bewertung, Verträge und Fristen.

Typische Brennpunkte in Erbengemeinschaft und Gesellschaft

  • Miterben & Miterbengemeinschaft – Erwartungen an Anerkennung, Einfluss, Information.
  • UnternehmensanteileGeschäftsanteil, Gesellschaftsanteile, operative vs. nicht operative Mitarbeit.
  • Gesellschaftsvertrag/SatzungVinkulierungsklauseln, Zustimmungserfordernisse, Stimmrechte.
  • Auszahlung/Abfindung – Ausstiegsmodelle (disquotale Lösungen, Familienpool), Kaufpreislogiken.
  • Rechtliche SchritteErbauseinandersetzungsvertrag, Erbteilungsklage/Erbauseinandersetzungsklage als Ultima Ratio.
  • Fiskalische ThemenErbfolge, Erbschaftsteuer, Grunderwerbsteuer (GrEStG), Sonderbetriebsvermögen, Steuerbefreiungen.

Instrumente der Erbauseinandersetzung (unternehmensnah)

  • Teilungsplan – strukturierte Verteilung von Nachlassgegenständen (Anteile, Immobilien, Wertpapierdepot, Liquidität).
  • AnteilsübertragungAbtretung, Erbteilsübertragung, Anteilsvereinigung – jeweils im Rahmen der Satzung.
  • Mitwirkung Dritter – Zusammenarbeit mit Testamentsvollstreckung, Notar:innen und Berater:innen.
  • Gesellschaftsrecht – GmbH, KG/GmbH & Co. KG, Personengesellschaft/Kapitalgesellschaft; Regeln zur Zulässigkeit der Übertragung.
  • Bewertungslogiken – Kaufpreisparameter, Earn-out-/Ratenmodelle, Liquiditätsschutz.

Heiß oder kalt – beides kostet

Heiße Konflikte (Eskalation, Anfechtungen) gefährden Substanz und Tempo. Kalte Konflikte (Kontaktabbruch, innere Kündigung) blockieren Beschlüsse. Beides erzeugt hohe emotionale, rechtliche und wirtschaftliche Kosten. Ziel: Abkühlen, Gesprächsfähigkeit, zügige Beschlussreife.

Realistische Ergebnisse

  • Geordnete Gesprächsordnung, Klarheit über Rollen der Miterben.
  • Ein konsistenter Teilungsplan als Verhandlungsbasis.
  • Saubere Entscheidungswege: Zustimmungsvorbehalte, Taktung von Beschlüssen, Protokollierung.
  • Tragfähige Auszahlungs-/Abfindungsmodelle – im Einklang mit Gesellschaftsvertrag/Satzung.

Hinweis

Coaching ist keine Psychotherapie und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Rechtliche und steuerliche Fragen klären Sie mit Anwälte, Steuerberater und Notare. In Notfällen wenden Sie sich an die zuständigen Stellen (112 / 116 117).

Weitere Informationen zu Geschwisterkonflikten in Unternehmerfamilien

Kommunikations- & Entscheidungsregeln
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Rollenbilder & Loyalitäten
Nachfolge zwischen Geschwistern
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